Die Schweiz ein Wurstland!
Die «Erbstücke» kommen aus allen Teilen der Schweiz:
- Appenzeller Mostbröckli
- Tessiner Cicitt
- Gumpesel aus Meiringen
- Berner Zungenwurst
- Waadtländer saucisse aux choux
- Walliser saucisse aux racines rouges
«Die Vielfalt an Rohwürsten ist beeindruckend», wird der Projektleiter Wurst des Vereins Kulinarisches Erbe der Schweiz in einem Communiqué zitiert. Viele Würste hätten sich aus der traditionellen «Herbstmetzgete» der Bauern weiterentwickelt, also aus dem Schlachtfest im Herbst.
Die Meldung stammt aus der Zeit vor 2008, da die Forschungen des Vereins als noch laufend beschrieben werden. Die Zahlen dürften überholt sein.
Die Zahlen auf einen Blick
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Erfasste traditionelle Wurst- und Fleischprodukte | mehr als 90 |
| Cervelats pro Person und Jahr | durchschnittlich 14 Stück |
| Erste Regelung der St. Galler Bratwurst | 14. Jahrhundert |
| Zugabe von Kalbfleisch festgehalten | 1438 |
| Geplanter Umfang des Inventars bis 2008 | über 400 Produkte |
Ahnherrin aus St. Gallen
Auf eine lange Tradition blickt die St. Galler Bratwurst zurück, deren Herstellung bereits im 14. Jahrhundert in einer Metzgerordnung geregelt wurde: Damals durften nur Schweinefleisch und -därme verwendet werden. Die heute typische Zugabe von Kalbfleisch wurde «erst» 1438 festgehalten.
Geliebte Cervelat
Der grössten Beliebtheit bei den Schweizerinnen und Schweizern erfreut sich aber die Cervelat. Durchschnittlich 14 Stück verspeisen sie pro Jahr, und zwar auf beiden Seiten des Röstigrabens.
Als nächstes Backwaren
Der Verein Kulinarisches Erbe der Schweiz erstellt ein Inventar der traditionellen Schweizer Nahrungsmittel und dokumentiert deren Herstellung, Eigenschaften und Geschichte. Mit der Wurst- und Fleischforschung sei ein wesentlicher Bestandteil des Inventars abgeschlossen worden, teilte der Verein mit. Als nächstes werden die traditionellen Backwaren erfasst.
Würste aus der ganzen SchweizArtikel als PDFPDF · 104 KB